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Fakultät Raumplanung
Forschung

Landschaftsplanung für verschiedene Arten

Mehr-als-menschliche Perspektiven in der Landschaftsplanung verankern

Landschaften werden nicht allein vom Menschen geprägt – sie sind dynamische Lebensräume, die von einer Vielzahl tierischer, pflanzlicher, pilzlicher und mikrobieller Arten gemeinsam bewohnt und gestaltet werden. Die Multispezies-Landschaftsplanung erkennt an, dass nachhaltige Zukunftsperspektiven davon abhängen, diese Wechselwirkungen zu verstehen und zu fördern. Sie überwindet rein anthropozentrische Sichtweisen und entwickelt Planungsansätze, die die Bedürfnisse, Rollen und Handlungsmöglichkeiten unterschiedlichster Lebensformen berücksichtigen.

Am Fachgebiet für Landschaftsplanung erforschen wir, wie das Mehr-als-menschliche-Konzept als zentrales Leitprinzip in die räumliche Planung integriert werden kann, ohne die menschliche Entwicklung einzuschränken und gleichzeitig den Übergang zu einer naturpositiven Wirtschaft zu unterstützen. Unsere Forschung untersucht, wie die Interessen „stiller Stakeholder“ – also nichtmenschlicher Akteure und Ökosysteme – mithilfe innovativer Governance-Ansätze und alternativer Planungsinstrumente in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Planungskonzepten und Instrumenten, die Koexistenz, Ko-Anpassung und gegenseitige Vorteile zwischen Menschen und mehr-als-menschlichem Leben fördern. Durch die Verbindung ökologischer Wissenschaft mit innovativen Planungsmethoden und partizipativen Instrumenten gestalten wir Landschaften, die nicht nur den Bedürfnissen der Menschen dienen, sondern auch den zahlreichen Arten, mit denen wir Lebensräume und Ressourcen teilen. So tragen wir zu einer Zukunft bei, in der Biodiversität nicht nur erhalten, sondern aktiv gefördert und ihr Entfaltungspotenzial gestärkt wird.

Frosch sitzt in Händen.